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Politischer Roman: „Eat the Document“

N‘ erstklassijet Jeschenk ha‘ick da bekommn! Selten so gespannt gewesen, wie an manchen Stellen in diesem Buch. Positiv überrascht auch der kleine Preis. Das Buch kam in meinem örtlichen Buchhändler 12 Ocken. Ich kann es nur empfehlen – auch als Geschenk!
Umschlagtext: Was passiert, wenn das eigene Leben urplötzlich die Richtung ändert? Wenn man von einem Tag auf den anderen seine Identität aufgeben, ein anderer werden muss? In den 70er-Jahren muss Mary Whittaker untertauchen. Sich neu erfinden. Geht das überhaupt? Und wenn ja, um welchen Preis? In der Hochphase der amerikanischen Anti-Vietnamkriegsbewegung in den siebziger Jahren verüben Mary Whittaker und ihr Freund Bobby de Soto, ein junger Filmemacher, einen Anschlag auf die Villa eines Waffenfabrikanten. Leider kommt dabei dessen Haushälterin ums Leben. Ein tragisches Unglück, das niemand gewollt hat. Mary und Bobby müssen sich trennen und untertauchen.
Für Mary beginnt eine Odyssee, die sie unter immer neuen Namen erst in eine alternative Wohngemeinschaft, dann in eine radikalfeministische Kommune und schließlich eine unscheinbare bürgerliche Existenz in einem Vorort von Seattle führt. Sie hat Bobby nie wiedergesehen und versucht, die Vergangenheit zu verdrängen, aber die Angst vor Entdeckung verlässt sie nie.
[…] Dana Spiotta hat einen hoch spannenden politischen Roman geschrieben, in dem sie einen Bogen von der politischen Protestkultur der siebziger Jahre zur Antiglobalisierungsbewegung der Neunziger schlägt und ausgehend vom einfühlsamen Porträt eines Frauenschicksals dreißig Jahre amerikanischer Zeitgeschichte auffächert. Ein literarisches Ausnahmetalent.

www.danaspiotta.com
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